Mittelspecht

Das eisige Warten auf den Mittelspecht

Frieren für den Punk unter den Spechten

Roter Schopf, roter Bürzel: Unter den Spechten Deutschlands ist der Mittelspecht der Punk. Seine durchgehend rote Kopfplatte macht ihn unverwechselbar – eine echte Schönheit. Also habe ich mich mit einer Freundin in die Eiseskälte begeben, um ihn aufzuspüren. Sechs Stunden bei bis zu -8 Grad, die sich trotz Bibbern und kalter Zehen gelohnt haben.

Mittelspecht

Eigentlich ist der Mittelspecht ein echter Arthropoden-Spezialist. In Baumrinde und in Stämmen sucht er unermüdlich nach Gliederfüßern: Blattläuse, Ameisen, Käfer, Läuse, Schnaken, Raupen, Mücken und Asseln stehen auf seiner Speisekarte. Von Nüssen und Samen lässt er sich nur selten locken, und auch das nur im Herbst und Winter.

Kurz Hallo gesagt: Blitzbesuche des Mittelspechts

Doch der „kleiner Hunger“ reicht für den ausdauernden Fotografen. Mit vielschichtiger Kleidung, um der Kälte zu trotzen, verharrten wir stundenlang getarnt und am Boden liegend an einer Futterstelle im kleinen Waldstück. Die Kamera war dabei jederzeit schussbereit, denn der Mittelspecht, etwas kleiner als ein Buntspecht, deutlich größer als der Kleinspecht, taucht gerne mal auf dem Nichts auf und sitzt vor einem. Auf insgesamt drei Besuche ließ sich der Specht in den sechs Stunden ein. Wenig Zeit, aber genug, um das ein oder andere schöne Bild zu machen.

Die Zeit wurde aber auch sonst mit viel Vogel-Action gefüllt, denn die Fütterung lockte die gesamte Zeit über Kohl-, Blau-, und Sumpfmeisen an. Auch eine kleine Tannenmeise, ein Buntspecht-Paar und die frechen Kleiber ließen sich blicken. Besonders gelungen empfinde ich aber insbesondere die Specht-Bilder, einfach auch deshalb, weil die Entfernung der Kamera zur Futterstelle auf deren Körpergröße ausgerichtet war.

Eisig, aber erfolgreich: Das Bibbern hat sich gelohnt.

Galerie: Der Mittelspecht

Galerie: Die weiteren Besucher

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